Die kulinarische Burgenführung im Test: Neuer Leckerbissen von Pro Rinteln

Bevor etwas in Serie geht, muss es getestet werden. Autos legen Millionen von Testkilometern zurück, Computerprogramme werden vor Verkaufsstart ausgiebig geprüft (und landen manchmal trotzdem fehlerbehaftet beim Kunden) und auch ein touristisches Angebot muss vorher ausprobiert werden, ehe es in den Veranstaltungskalender aufgenommen wird.

Seit einiger Zeit in der Planungsphase und kurz vor der offiziellen Bekanntgabe: Die kulinarische Burgenführung und die kulinarische Stadtführung. Zwei thematisch und geografisch unterschiedliche Ausflüge in die Geschichte Rintelns und der Region mit einer Gemeinsamkeit: Die Einkehr in Restaurants entlang der Route. Mehrgängige Menüs und Spezialitäten, die jedem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen werten die pädagogisch wertvollen Rundgänge nochmals auf.

„Festes Schuhwerk“ mitbringen, lautete eine der Notizen, die im Vorfeld gemacht wurden. Warum? Das konnte sich zu Beginn noch niemand aus der Runde der teilnehmenden „Versuchspersonen“ so richtig erklären. An einem sonnigen Nachmittag ging es los. Die Wetterprognose zeigte zwar Regen, irrte sich aber, was ausnahmsweise mal erwünscht war.

Die Burgenführerin, Katrin Bühne, nahm die Runde an der Paschenburg in Empfang. In eine Robe um 1900 gekleidet, im langen schwarzen Rock mit Rüschenbluse, langen schwarzen Handschuhen und einem Sonnenschirm. In diesem Job dürfte die Frauenquote wohl auch ohne EU-Beschluss bei 100 Prozent liegen. Sie schwärmte aus der damaligen Zeit, bat die Teilnehmer auf den Turm neben dem Hauptgebäude und stellte die Frage in die Runde, wie wohl das Weserbergland entstand.

Betretenes Schweigen – manch einer war abgelenkt von der wundervollen Aussicht in Richtung Hameln und Rinteln, doch um eine Antwort waren alle verlegen. „Nun“, startete die Burgenführerin, „es waren vor langer Zeit mal zwei Riesen, die verloren einige Steine..“.

Gespannt lauschten alle Teilnehmer der Geschichte und begaben sich zum Zwei-Gänge-Menü in das Restaurant der Paschenburg. Dort wurden Essen und Geschichten serviert, ehe es weiter zur Schaumburg ging. Das feste Schuhwerk hatte plötzlich seine Bedeutung und die Erzählungen rankten sich um die Wolfsschlucht, das Meumkenloch und die List der Gräfin.

Gut 45 Minuten später war der Schaumburger Ritter erreicht. In der Ritterstube wurden die übrigen zwei Gänge des 4-Gänge-Menüs serviert, inklusive ganz besonderer Dessertkreation. In stilvoller Atmosphäre, mit Geschichten und Sagen um die schöne Landschaft und einem erzählerischen Ausflug in die Historie der Schaumburg endete die kulinarische Burgenführung.

Termine:

Jeden 1. Samstag im Monat ab 12:00 Uhr
Termine sind auch indiv. nach Absprache möglich

Ort:

Treffpunkt ist wahlweise der Parkplatz Schaumburg oder Paschenburg

Preis:

59,- € p.P. (mind. 10 Pers)

Eine telefonische oder schriftliche Anmeldung ist unbedingt erforderlich.